Coronakrise: Fast 50 Milliarden Euro mehr für EU-Regionen 

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Plenartagung 
 
 

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  • Zusätzliche Gelder für Projekte ab dem 1. Februar 2020 und bis Ende 2023 
  • Mittel des Programms REACT-EU werden über Strukturfonds der EU bereitgestellt 
  • Krisengeschüttelte Branchen im Mittelpunkt 
Die REACT-EU-Mittel werden diejenigen Branchen und Arbeitnehmer unterstützen, die am stärksten unter der Pandemie gelitten haben© EU2020 EP  

Das Europäische Parlament hat grünes Licht für zusätzliche Hilfen für die Regionen gegeben. Ziel ist, die Pandemie und ihre Folgen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu bewältigen

Mit REACT-EU hat das Parlament ein 47,5 Milliarden Euro schweres Paket gebilligt, das die unmittelbaren Auswirkungen der Coronakrise in den Regionen der EU lindern soll. Das Programm wurde mit 654 Stimmen bei 23 Gegenstimmen und 17 Enthaltungen angenommen.


Die Hilfsgelder werden im Rahmen der Strukturfonds der EU bereitgestellt. Für 2021 sind 37,5 Milliarden Euro vorgesehen, für 2022 sind es 10 Milliarden Euro. Mit REACT-EU können Projekte rückwirkend ab 1. Februar 2020 gefördert werden. Die Mittel sind bis Ende 2023 verwendbar.


Die Mitgliedstaaten können einen Teil der Gelder in den Europäischen Sozialfonds, den Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (FEAD), die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen sowie in länderübergreifende Programme (Interreg) fließen lassen. Investiert werden soll vor allem in jene Branchen, die am stärksten unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie leiden.


Weitere Informationen zu der politischen Einigung, die die EU-Gesetzgeber am 18. November erzielten, finden Sie hier.


Hintergrundinformationen


Das Programm REACT-EU beruht auf einem Vorschlag der Kommission zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Konkret handelt es sich um eine Änderung der sogenannten Dachverordnung, die für den Programmplanungszeitraum der Kohäsionspolitik von 2014 bis 2020 gilt.


Dieser Vorschlag reiht sich hinter zwei weitere Vorschläge zur Kohäsionspolitik ein: die Investitionsinitiative zur Bewältigung der Coronavirus-Krise (CRII) und die Investitionsinitiative Plus zur Bewältigung der Coronavirus-Krise (CRII+). Damit wurden die Vorschriften über die Regionalfördermittel geändert, um die Erholung zu erleichtern. Die Mittel für REACT-EU stammen aus dem Aufbauinstrument der Europäischen Union mit dem Namen NextGenerationEU.