EU-Aufbauhilfen sollen auch junge Menschen und den Sportsektor unterstützen 

Pressemitteilung 
Plenartagung 
 
 

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  • Die Pandemie hat junge Menschen und den Sportsektor unverhältnismäßig stark betroffen 
  • Der EU-Aufbaufonds und andere Programme müssen die Jugend unterstützen 
  • Aufbau- und Resilienzfazilität und Digitalabgabe sollen dem Sportsektor zu Gute kommen 

Die EU-Kommission und die EU-Staaten sollen mehr tun, um negative Auswirkungen der Pandemie auf junge Menschen und den Sportsektor zu verhindern, fordern die Europaabgeordneten.

"Sowohl die Aufbauinstrumente der EU als auch die nationalen Aufbaupläne müssen dem Sportsektor und unseren jungen Menschen kurzfristige Unterstützung bieten", erklärte Sabine Verheyen (EVP, DE), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments. "Wir müssen uns um die Schwächsten kümmern und brauchen mehr Flexibilität, um alle Arten von Bildung zu unterstützen, einschließlich des beruflichen und informellen Lernens. Wir müssen auch die Investitionen in den digitalen Wandel erhöhen."


Der Bericht wurde am Mittwoch mit 592 Ja-Stimmen, 42 Nein-Stimmen und 57 Enthaltungen angenommen.


Junge Menschen bei der Bewältigung der Pandemie unterstützen


Die Europaabgeordneten betonen, dass der Jugendarbeitsmarkt besonders empfindlich auf Wirtschaftskrisen reagiert. Viele arbeiten in unsicheren, schlecht bezahlten Teilzeitjobs, die rechtlich nicht gut abgesichert sind und schwächere Sozialversicherungsstandards bieten. Berichten der Internationalen Arbeitsorganisation zufolge sind besonders die Beschäftigungsmöglichkeiten und das Einkommen junger Menschen von der Coronakrise betroffen. Die Abgeordneten befürchten deshalb, dass Bildungs-, Freiwilligen- und Ausbildungsmöglichkeiten auf der Strecke bleiben.


Nationale Konjunkturpläne müssen sich daher auf junge Menschen konzentrieren, und EU-Programme (wie Erasmus+, Europäisches Solidaritätskorps, Jugendgarantie, und die digitale Strategie) müssen genutzt werden, um "bittere Enttäuschungen für junge Menschen und zukünftige Generationen" zu vermeiden, betonen die Europaabgeordneten. Dazu müsse in maßgeschneiderte Programme zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und Umschulungen investiert und gefährdete Gruppen besser geschützt werden, fügen sie hinzu.


Aufbaumaßnahmen für den Sportsektor garantieren


Die Europaabgeordneten weisen auf die verheerenden Folgen der Pandemie für den Sportsektor hin, der 2,12 Prozent des europäischen BIP und 2,72 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der EU ausmacht – das entspricht etwa 5,67 Millionen Arbeitsplätzen.


Sie sind über möglichen dauerhafte Schäden für den Profi- und Freizeitsport und, als Folge davon, um die öffentliche Gesundheit im Allgemeinen besorgt. Die EU-Mitgliedstaaten sollten daher den Sportsektor mit nationalen Mitteln unterstützen und ihn in ihre Konjunkturprogramme einbeziehen.


Darüber hinaus sollte der Sektor von der Aufbau- und Resilienzfazilität sowie von anderen Programmen wie dem Fonds für regionale Entwicklung, dem Kohäsionsfonds und dem EU4Health-Programm profitieren. Es sei ein EU-weiter Ansatz erforderlich, um dem Sektor bei der Erholung zu helfen, dies müsse auch im Rahmen der insbesondere indem die Erholung im Rahmen des EU-Arbeitsplans für den Sport berücksichtigt werden.