Parlament benennt zwei seiner Gebäude nach Sophie Scholl und Clara Campoamor 

Pressemitteilung 
 
 

Diese Seite teilen: 

Am internationalen Frauentag hat das Präsidium des Europäischen Parlaments beschlossen, zwei seiner Gebäude in Brüssel nach herausragenden europäischen Frauen zu benennen.

Das Gebäude mit der Adresse Rue Wiertz 30-50 wird nach Sophie Scholl benannt, einer deutschen Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie war Mitglied der pazifistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, der Studierende der Universität München angehörten. Weil sie Flugblätter mit Parolen gegen das NS-Regime verteilte, wurde sie wegen Hochverrat zum Tode verurteilt und mit der Guillotine hingerichtet.


Das Gebäude mit der Adresse Rue Montoyer 63 wird nach Clara Campoamor benannt, einer spanischen Rechtsanwältin und Politikerin, die sich unter anderem für die Rechte der Frau und die Nichtdiskriminierung aus Gründen des Geschlechts einsetzte. Ihr Engagement trug dazu bei, das Frauenwahlrecht in der spanischen Verfassung von 1931 zu verankern.


Das Präsidium, das sich aus dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, den Vizepräsidenten und den Quästoren zusammensetzt, beschloss außerdem, den Sitzungssaal „Spinelli 1G2“ nach Manolis Glezos zu benennen. Glezos, der am 30. März 2020 im Alter von 97 Jahren verstarb, war ein griechischer Politiker und Widerstandskämpfer, der dadurch berühmt wurde, dass er 1941 im Alter von 18 Jahren die Hakenkreuzflagge von der Akropolis herunterriss. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments vom 24. Juli 1984 bis zum 25. Januar 1985 und vom 1. Juli 2014 bis zum 8. Juli 2015.

Kontakt: