Hintergrund-Dossier
 

20 Jahre Herbst 1989

Institutionen - 06-11-2009 - 15:22
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Kundgebung der Solidarnosc in Warschau am 1. Mai 1989 ©BELGA_AFP_DRUSZCZ WOJTEIC

Kundgebung der Solidarnosc in Warschau am 1. Mai 1989 ©BELGA_AFP_DRUSZCZ WOJTEIC

Die Öffnung des Eisernen Vorhangs und die friedlichen Revolutionen in Polen, der DDR und der CSSR sowie der Sturz der kommunistischen Regime in ganz Mittelosteuropa hat Millionen von Menschen die Freiheit gebracht und die Vereinigung des Kontinents ermöglicht. Aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls veröffentlichen wir auf der Website eine Serie von Artikeln, die sich mit den Ereignissen des Jahres 1989 und ihren Auswirkungen beschäftigt.

Lesen Sie die einzelnen Artikel der Serie hier.
 
 
REF: 20091030FCS63488

Werner Schulz zum Herbst ΄89: „Das System ist nicht kollabiert, es wurde gestürzt"

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Der Europa-Abgeordnete Werner Schulz (Bündnis90/ Die Grünen) ©BELGA_AFP PHOTO DDP_MICHAEL KAPPELER

Der Europa-Abgeordnete Werner Schulz (Bündnis90/ Die Grünen) ©BELGA_AFP PHOTO DDP_MICHAEL KAPPELER

„Es prägt einen sehr stark, wenn man Freiheit und Demokratie aus eigener Kraft errungen hat“ sagt Werner Schulz mit Blick auf sein Engagement vor 20 Jahren in der DDR und heute im Europaparlament. Schulz, der 1989 Gründungsmitglied des „Neuen Forums“ war, wendet sich gegen die Interpretation, die Ereignisse vor 20 Jahren seien schlicht ein quasi unvermeidlicher Zusammenbruch des Kommunismus gewesen. „Systeme kollabieren nicht einfach“, ist Schulz überzeugt und verweist auf Kuba und Nord-Korea.
 
Herr Schulz, am 4. November 1989 fand in Berlin die bis dahin größte Demonstration mit mehr als 1 Millionen Menschen statt. Erinnern Sie sich an den Tag?
 
Ja, das war meine erste wirklich freie und große Demonstration, die ich in Berlin erlebt habe. Von überall her strömten die Menschen mit unglaublich kreativen, frechen Transparenten, mit Sprüchen und Karikaturen.
 
Es gab allerdings das Gerücht, dass die Stasi einen Zwischenfall am Brandenburger Tor provozieren wollte, um so eine Rechtfertigung zu haben, um alles doch noch mit Gewalt niederzuschlagen. Deswegen trugen viele Freunde von der Oppositionsgruppe Neues Forum Schärpen mit der Aufschrift „Keine Gewalt“ und sie waren überall als Posten platziert, um solch eine Provokation zu verhindern.
 
Ist die Mauer am 9. November 1989 gefallen, wurde sie umgestoßen oder ist sie quasi zerbröselt?
 
Am 9. November wurde die Grenze durchbrochen und die Mauer von der Westseite bestiegen, gefallen und abgebaut worden ist sie erst etwas später. Der Eiserne Vorhang ist an diesem Tag durchbrochen worden und zwar nicht durch ein Versehen, sondern durch den Druck von der Straße.
 
Die Leute waren mobilisiert, es war alles in Bewegung und deshalb sind sie zu den Grenzübergängen geströmt, als es im Fernsehen hieß, dass die Grenze aufgemacht wird. Am Übergang Bornholmer Straße waren plötzlich Hunderte von Menschen. Früher hätte man auf diese Leute geschossen. Aber die Grenzarmee war schon verunsichert und der Druck nahm immer mehr zu. Die Leute schrien: „Macht auf, macht auf!“ Und dann haben sie aufgemacht und alles strömte Richtung West-Berlin.
 
Aber abgesehen von der Mauer selbst – ist das System kollabiert?
 
Nein, das System ist gestürzt worden. Systeme brechen nicht einfach so zusammen. Alle die sagen, die DDR war am Ende, die täuschen sich. In Nord-Korea ist nichts zusammengebrochen, in Kuba ist auch noch nichts zusammengebrochen, auch wenn es der Bevölkerung immer schlechter geht. Gemessen etwa an Rumänien ging es den Leuten in der DDR noch sehr gut. So schnell wäre nichts zusammengebrochen. Nein, das System ist gestürzt worden.
 
Das Problem war, dass die Staatsmacht die Leute nicht mehr von der Straße bekommen hat. Die erste große, nicht genehmigte Demonstration am 9. Oktober in Leipzig hat sie handlungsunfähig gemacht. Sie war erstmals nicht in der Lage, eine solche Demonstration zu unterbinden. Das hat vielen Leuten Mut gemacht, das Gleiche zu tun und dann gab es überall Kundgebungen. Der Druck ist immer mehr gestiegen und die SED war dann zu einem neuen Reisegesetz gezwungen.
 
Erich Honecker hatte noch zu Beginn des Jahres 1989 gesagt, dass die Mauer noch in 50 oder 100 Jahren stehen werde, solange die Ursachen der Mauer fortbestehen. Aber die Ursache war die SED selbst und dass ständig Menschen aus der DDR flüchteten oder ausreisen wollten. Und als der Eiserne Vorhang porös wurde, hatte auch das letzte Stündchen der SED geschlagen.
 
Ein Slogan der Bürgerbewegung bei den Demonstrationen war „Wir bleiben hier“. Aber  hatten rückblickend jene Abertausende von DDR-Bürger, die 1989 ausreisten, nicht einen größeren Anteil am Ende der DDR als die Demonstranten?
 
Es war die Verbindung von beiden Strömungen, das war der Sprengstoff. Lange Zeit haben die Oppositionsgruppen mit jenen, die ausreisen wollten, nichts anfangen können. Aber in Leipzig hat man gesagt, diese Leute lehnen die gesellschaftlichen Verhältnisse genauso ab wie wir, deshalb gehören wir eigentlich zusammen und dann haben die Kirchen beide Gruppen eingeladen und zusammengebracht.
 
Viele in der Oppositionsbewegung waren wie ich „68er Ost“. Leute, die zur Zeit des Prager Frühlings auf einen demokratischen Sozialismus hofften. Das Paradoxe der Geschichte ist, dass die West-68er eine Revolution wollten und Reformen erreicht haben, während wir Ost-68er Reformen wollten und eine Revolution ausgelöst haben. Aber das war schon kühn und abenteuerlich, einen totalitären Staat reformieren zu wollen.
 
Dass es nicht zur „chinesischen Lösung“ kam, war das aus Sicht des Regimes eine Art Missgeschick?
 
Schwer zu sagen, weil die damals Verantwortlichen heute nicht ehrlich sind. Einerseits haben sie nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung am Tiananmen mit der „chinesischen Lösung“ gedroht und das Vorgehen der „chinesischen Genossen“ gut geheißen. Anderseits bin ich mir nicht sicher, ob sie es ernsthaft gewollt hätten.
 
Die alte Schule, jene, die die Stalin-Zeit mitgemacht haben, die hätten draufgehalten, um die „Konterrevolution im Keim zu ersticken". Andere waren eher zögerlich und es lief außerdem gleichzeitig eine Palast-Revolte, deshalb hat dann die Befehlskette versagt.
 
In Leipzig [am 9. Oktober] war gegen 70.000 mit dem Knüppel nichts mehr auszurichten gewesen, da hätten sie nur noch schießen können und das hätte ein Blutbad bedeutet. Dafür haben die Kleinen auf den Befehl von oben gewartet. Aber die oben haben gezögert und dann setzten sich die durch, die gehandelt haben: die Leute, die demonstriert haben – voller Angst, aber sie sind auf die Straße gegangen und haben den Bann gebrochen.
 
Haben die Ereignisse von 1989  für Sie als Europa-Abgeordneten heute eine Bedeutung?
 
Auf jeden Fall. Es prägt einen sehr stark, wenn man Freiheit und Demokratie aus eigener Kraft errungen hat. Wir haben das im Unterschied zu den Westdeutschen nicht geschenkt bekommen. Ich glaube, man nimmt den Wert von Freiheit und Demokratie ganz anders wahr, wenn man sich jahrelang danach gesehnt hat.
 
Außerdem bin ich für die Zustände in Osteuropa sehr sensibel und ich arbeite stark Richtung Russland. Denn es gibt dort Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie wir es in der DDR waren. Zum Teil ist deren Situation sogar schlimmer, denn es gibt dort brutale Gewalt, da wird nicht nur eingeschüchtert, sondern es gibt eine laufende Mord-Serie. Deshalb habe ich mich sehr dafür eingesetzt, dass der Sacharow-Preis des Parlaments dieses Jahr an [die russische Bürgerrechtsorganisation] Memorial geht.
 
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1989 – Chronologie der Wende in Europa

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Maueröffnung am Brandenburger Tor am 11. November ©BELGA_AFP_GERARD MALIE

Maueröffnung am Brandenburger Tor am 11. November

Vor zwei Jahrzehnten brachen die letzten Wochen der Nachkriegsordnung an, der Zerfall des Ostblocks und der Siegeszug der Demokratie in Mittelosteuropa und die Emanzipation der Ostblock-Staaten von der UdSSR waren nicht mehr aufzuhalten. In den nächsten Wochen werden Europa-Abgeordnete berichten wie sie den Umbruch erlebt und mitgestaltet haben, ohne den die EU in ihrer heutigen Form als Union von 27 Ländern nicht denkbar wäre.
 
Als Teil unserer Serie zur Wende in Mittel- und Osteuropa vor 20 Jahren werfen wir ein Blick auf die Chronologie jener Monate im Jahr '89, die Europa so grundlegend veränderten. 
 
Frühjahr & Sommer 1989
 
Februar - April: Die polnischen Kommunisten verhandeln mit der Opposition am Runden Tisch über demokratische Reformen.
 
15. März: Rund 80.000 Menschen demonstrieren in Budapest und fordern Demokratie. Auch in Ungarn entsteht ein Runder Tisch.
 
4. und 18. Juni: Die oppositionelle Solidarnosc gewinnt bei geheimen Wahlen 99 der 100 frei wählbaren Sitze im Senat und alle 161 frei wählbaren Sitze im Sejm. Ein Teil der Sitze bleiben für Kommunisten und die verbündeten Block-Parteien reserviert. 
 
27. Juni: Die Außenminister Ungarns und Österreichs durchschneiden bei Sopron symbolisch den Grenzzaun zwischen beiden Ländern.
 
19. August: Bei einen Paneuropäischen Picknick" wurde für drei Stunden ein Grenztor geöffnet. Ein Ereignis, das mehrere hundert DDR-Bürger zur Flucht in den Westen nutzten. Gleichzeitig nimmt die Zahl der DDR-Flüchtlinge zu, die sich in der Botschaft der Bundesrepublik in Prag aufhalten. Am 23. August wird die Botschaft für den Publikumsverkehr geschlossen. Dennoch schwillt die Zahl der Flüchtlinge auf bis zu 4.000 an.
 
23. August: 2 Millionen Menschen in den Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen formen eine 600 Kilometer lange Menschenkette, um an den 50. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts zu erinnern und ihren Willen deutlich zu machen.
 
24. August: Tadeusz Mazowiecki wird in Polen erster nicht-kommunistischer Regierungschef eines Landes des Warschauer Pakets.
 
11. September: Ungarn kündigt an, dass die rund 13.000 DDR-Flüchtlinge im Lande nicht in die DDR ausgewiesen werden, sondern über Österreich in die Bundesrepublik ausreisen können.
 
Herbst 1989
 
7. Oktober: Die KP Ungarns beschließt ihre Selbstauflösung.
 
9. Oktober: 70.000 Menschen nehmen an der Montagsdemo in Leipzig teil, obwohl manche befürchten, die DDR-Führung werde sich zur „chinesischen Lösung“ entschließen und die Proteste blutig niederschlagen. „Keine Gewalt“ und „Wir sind das Volk“ lauten die Slogans der Demonstranten.
 
18. Oktober: Erich Honecker wird von Egon Krenz als Staats- und SED-Parteichef abgelöst.
 
4. November: Über eine Millionen Menschen demonstrieren in Berlin.
 
9. November: Kurz vor 19:00 teilt Günter Schabowski, Sprecher des SED-Politbüros, in einer Pressekonferenz mit, die Partei habe beschlossen „eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen". Auf Nachfrage sagt er, dies trete „sofort“ in Kraft. Die heute-Nachrichten berichten um 19:17; die Aktuelle Kamera des DDR-Fernsehens meldet um 19.33 Uhr: „Alle DDR-Bürger dürfen kurzfristig ohne besondere Angabe von Gründen private Reisen ins Ausland unternehmen." Um 21:20 Uhr passieren die ersten DDR-Bürger die Grenzübergänge nach West-Berlin, um Mitternacht sind alle Übergänge nach West-Berlin offen.
 
17. November: Die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei ist erfolgreich, die kommunistische Regierung tritt zurück.
 
16. Dezember: Im rumänischen Timişoara (Temeschwar) spitzen sich die Proteste gegen die Zwangsumsiedlung des Dissidenten und Pfarrer László Tőkés, heute Europa-Abgeordneter und Bischof, zu. Polizei und Geheimdienst erschießen Demonstranten – die Proteste nehmen in den folgenden Tagen zu und greifen auf die Hauptstadt Bukarest über. In Rumänien kommt es in der Folge zu einer gewaltsamen Revolution. Am 25. Dezember werden Nicolae Ceausescu und seine Frau hingerichtet.
 
1990 kommt es zur Wiedervereinigung Deutschlands, die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland erklären ihre Unabhängigkeit und Lech Walesa wird zum polnischen Präsidenten gewählt. Im Dezember 1991 wird die Sowjetunion Geschichte.
 
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Opposition aus Verantwortung fürs eigene Leben: eine polnische Sicht der Wende von 1989

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Róża Thun (EVP): „Ich lebe heute in einem Europa, in dem sehr vieles aus unseren kühnen Träumen wahr geworden ist."

Die polnische Europa-Abgeordnete Róża Thun

„Selbst wenn ich inhaftiert war, war ich als Person frei", erinnert sich die ehemalige polnische Dissidentin Róża Thun und heutige Europa-Abgeordnete an die Zeit, die der Wende von 1989 voraus ging. Im Interview mit der Europarl-Website erzählt sie, wie sie zum politischen Engagement kam, warum sie nicht gerne vom „Fall der Mauer" spricht und wie die Polen die Veränderungen nach der Wende erlebt haben.
 
Frau Thun, Sie haben gesagt, dass ihnen die Beschreibung des Umbruchs in Mittel- und Osteuropa mit der Metapher vom „Fall der Mauer“ nicht gefällt? Warum?
 
Der Fall der Mauer ist ein hoch symbolisches und wichtiges Ereignis für Deutschland. Aber, was Europa verändert hat, war dass wir es gemein geschafft haben, den Eisernen Vorhang zu öffnen und ihn dann in die Geschichtsbücher zu verbannen, diese furchtbare Teilung Europas zu überwinden.
 
Fallen oder zusammenbrechen sind aus meiner Sicht Verben die nahelegen, dass wir passiv waren. Wir haben dafür aber größte Anstrengungen unternommen, es gab viel Mut und visionäre Kraft auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.
 
Als jemand, der bei der Solidarność aktiv mitgewirkt hat, waren Sie persönlich schon vor 1989 an den Veränderungen beteiligt…
 
Wissen Sie, ich bin eine alte Frau und es ist eine lange Geschichte (lacht) … Ich war in der Demokratiebewegung als sogenannte Dissidentin schon in den 70er Jahren engagierte, noch bevor es Solidarność gab.
 
Es gab einen Moment in meiner Jugend, als ich an der Uni war, als mir und meinen Freunden klar wurde, dass wir verantwortlich sind für das, was um uns herum passiert, dass wir keine Objekte sind, sondern Subjekte, dass wir entscheiden können und wollen, was passiert.
 
Uns wurde bewusst, dass wir Einfluss nehmen können, ohne allerdings dass wir zu hoffen gewagt hätten, dass sich zu unserer Lebenszeit so viel verändern würde und dass Polen ein freies und demokratisches Land und Mitglieder der Europäischen Union werden würde.
 
Aber zumindest waren wir, die wir uns gegen die kommunistische Diktatur auflehnten, freie Menschen. Wir waren normal in einem vollkommen anormalen System. Und das war ein Luxus, auch wenn wir einen Preis dafür zahlten.
 
Ich war Sprecherin einer Studentenorganisation, die Studentenausschuss für Solidarität hieß und die bereits vor der Solidarność existierte. Es war ein Milieu, das die Gewerkschaften und die späteren Bewegungen unterstützte.
 
Obwohl es eine sehr schwere Zeit war, die Geheimpolizei folgte uns ständig und wir wurden oft verhaftet, habe ich positive Erinnerungen an diese Zeit.
 
Ich war frei, selbst wenn ich verhaftet war. Ich lernte und erkannte unheimlich viel, ich hatte wunderbare Freunde und ich lebe heute in einem Europa, in dem sehr vieles aus unseren kühnen Träumen wahr geworden ist. Außerdem bin ich in der Position zu sagen, dass ich zu dieser guten Entwicklung, wenn auch nur in sehr bescheidenem Maß, beigetragen habe.
 
Wenn Sie auf die 20 Jahre seit 1989 zurückblicken: Welche Ihrer Erwartungen haben sich erfüllt und wo wurden sie enttäuscht?
 
Es gibt immer Enttäuschungen und es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, die es schwer hatten. Der Übergang von einer abgeschlossenen Welt zu einer freien Marktwirtschaft war eine riesige Herausforderung.
 
Polen verändert sich kontinuierlich. In den zwanzig Jahren hat sich alles verändert, nicht nur im Inneren sondern auch um uns herum.
 
Schauen Sie sich nur eine Europa-Karte an: unser östlicher Nachbar war damals die Sowjetunion – sie existiert nicht mehr; im Süden lag die Tschechoslowakei – sie existiert nicht mehr, genauso wenig wie die DDR, damals der östliche Nachbar.
 
Auch unser Alltag hat sich dramatisch verändert. Das Sozialsystem in Polen ist nicht entwickelt und reich genug, um sich um die Tausende von Menschen zu kümmern, die durch die Veränderungen überfordert waren. Daher gibt es einige Leute, die frustriert sind.
 
Aber die Polen sind im allgemeinen eher das Gegenteil von frustriert. Auch Meinungsumfragen bestätigen, dass sie mit ihrem Leben zufrieden sind und auch mit den politischen Entscheidungen wie dem Beitritt zur EU.
 
Wirtschaftlich sind die Ergebnisse sehr gut, zur Zeit gehören wir zu den Besten in Europa. Die Polen arbeiten hart und sie sehen die Früchte dieser harten Arbeit.
 
Wie lautet ihre Botschaft an die junge Generation?
 
Lebt aktiv, engagiert Euch. Wenn ihr älter seid, wird es einmal sehr wichtig sein, dass Ihr zurückblicken könnt und seht, dass ihr Europa positiv mit gestaltet habt.
 
Die ältere Generation sagt immer, als wir jung waren, da war die Jugend besser. Ich höre das gar nicht gerne. Wenn wir besser gewesen wären, dann hätten diese Systeme nicht so lange bestehen können.
 
Die junge Generation ist nicht nur gut, sie lebt auch in einer guten Zeit.
 
Ich würde mir wünschen, dass sie morgens aufwachen, lächeln und sich freuen, in welcher Epoche sie ihr Leben leben können und dass sie Verantwortung für ihr Leben fühlen.
 
Für eine positive Entwicklung ist es notwendig, dass sich die Jungen für die Welt um sie herum engagieren, ihre Gemeinde, die Schule, die Kirchengemeinde, die Universität, die Region, für nationale oder europäische Politik.
 
Ich wünsche ihnen, dass sie heiraten, Kinder haben und ein normales und glückliches Leben führen und Optimismus und Verantwortung an die nächste Generation weitergeben.
 
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August 1989: Baltische Menschenkette und Wandel in Polen

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Menschenkette für Freiheit und Unabhängigkeit im Baltikum am 23. August '89 ©BELGA_AFP_ANDREY SOLOVYOV

Menschenkette für Freiheit und Unabhängigkeit im Baltikum am 23. August '89 ©BELGA_AFP_ANDREY SOLOVYOV

Während Ungarn und Polen im Sommer vor 20 Jahren immer deutlicher Kurs auf die Demokratie nahmen, formierte sich auch im Baltikum, damals noch Teil der UdSSR, zunehmend eine demokratische Opposition und der Wille zur Unabhängigkeit. Am 23. August 1989 begingen zwei Millionen Menschen im Baltikum mit einer Menschenkette von der estnischen Hauptstadt Tallin im Norden bis in die über 600 Kilometer entfernte litauische Hauptstadt Vilnius den 50. Jahrestages des Hitler-Stalin-Paktes.
 
Im Hitler-Stalin-Pakt, nach den Unterhändlern auch Molotow-Ribbentrop-Pakt genannt, hatten Nazi-Deutschland und die Sowjetunion die Länder Estland, Lettland und Litauen dem Einflussgebiet der Sowjetunion zugeschlagen.
 
Die Annexion durch die UdSSR ließ nicht lange auf sich warten. Nach dem Bruch des Geheimpaketes folgte die Besetzung durch deutsche Truppen und nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden die drei baltischen Republiken abermals in die UdSSR einverleibt.
 
Friedlicher Protest gegen Annexion
 
Die Menschenkette war jedoch mehr als ein einfaches Gedenken des Hitler-Stalin-Pakts. Sie war auch ein deutlicher Protest gegen die erzwungene Zugehörigkeit zur Sowjetunion und brachte den Willen der baltischen Völker nach Unabhängigkeit zum Ausdruck und war somit ein Vorbote des Zerfalls der Sowjetunion..
 
„In Litauen wurde seit 1987 mit einer Schwarzen Schleife des schändlichen Molotow-Ribbentrop-Pakets gedacht“, erinnert sich der Europa-Abgeordnete Vytautas Landsbergis heute.
 
Landsbergis (77) war Ende der 1980er Jahre einer der führenden Persönlichkeiten der litauischen Unabhängigkeitsbewegung Sajudis und wurde 1990 erstes Staatsoberhaupt des unabhängigen Litauens.
 
Friedlicher Weg zur Freiheit
 
„Der Baltische Weg“, wie die Menschenkette des 23. Augusts auch bezeichnet wurde, „war eine Botschaft an die Welt: 'Wir wollen Freiheit und werden sie friedlich erringen; Gewalt und Unrecht müssen ein Ende haben'“, so Landsbergis rückblickend.
 
„Die Sowjetunion wagte es nicht Gewalt einzusetzen, und im Dezember nahm der Volksdeputiertenkongress eine Resolution an, die den Molotow-Ribbentrop-Pakt verurteilte und widerrief.“
 
„Im Geschichtsbuch der unterdrückten Völker“
 
Für den heutigen estnischen Europa-Abgeordneten Tunne Kelam – damals Vorsitzender der Estnischen Nationalen Unabhängigkeitspartei – hat die Menschenkette ein Kapitel „im Geschichtsbuch der unterdrückten Völker“ verdient.
 
„1989 waren die baltischen Staaten durch hunderttausende Sowjetsoldaten besetzt. Unter diesen Umständen war die Initiative, eine Kette aus 2 Millionen Menschen zu formen, einmalig.“
 
24. August 1989: Mazowiecki wird Regierungschef in Polen
 
Ein Tag nachdem die Menschen im Baltikum gegen Fremdbestimmung und für Freiheit demonstrierten, schrieb am 24. August 1989 das Nachbarland Polen Geschichte. Dort wird Tadeusz Mazowiecki von der oppositionellen Solidarnosc Premierminister – der erste nicht-kommunistische Regierungschef in einem Land des damaligen Ostblocks.
 
Im Juni, am Tag als in Peking die Panzer auf dem Platz des Himmlischen Friedens rollten, hatte die Soldarnosc alle frei wählbaren Sitze in der Sejm gewonnen (gut zwei Drittel waren noch der KP vorbehalten worden).
 
Das überraschende Wahlergebnis „beschleunigte die Erosion des Systems“, erzählt Janusz Onyszkiewicz, der dem Europaparlament in der vergangenen Legislaturperiode angehörte und einst Pressesprecher der Solidarnosc war.
 
Fall der Mauer wirft seine Schatten voraus
 
Die Niederlage der Kommunisten in Polen habe bereits vorgezeichnet, „dass der Status der DDR in Frage gestellt werden“ würde und dass die Mauer keinen Bestand haben werde, so Onyszkiewicz.
 
„Wir haben darüber mit Bundeskanzler Helmut Kohl geredet, während seines Polenbesuchs im November. Kohl glaubte es nicht, aber am nächsten Tag brach er seine Reise ab, um nach Deutschland zurückzukehren, weil die Mauer geöffnet worden war.“
 
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Der Sommer, als der Eiserne Vorhang löchrig wurde

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27. Juni 1989: Der österreichische Außenminister Alois Mock (links) und sein ungarischer Kollege Gyula Horn (rechts) beim Durchschneiden des Stacheldrahtzaunes, welcher die beiden Länder getrennt hatte. 
©BELGA/EPA/ROBERT JAEGER

227. Juni 1989: Der österreichische Außenminister Alois Mock (links) und sein ungarischer Kollege Gyula Horn (rechts) beim Durchschneiden des Stacheldrahtzaunes, welcher die beiden Länder getrennt hatte.

Die Bilder der Menschenmengen, die im November 1989 die Berliner Mauer empor kletterten, sind im kollektiven Gedächtnis der meisten Europäer präsent. Doch die ersten Risse im Eisernen Vorhangs, der über Jahrzehnte den Kontinent und die Menschen in zwei Lager trennte, taten sich woanders auf: Am 27 Juni zerschnitten die Außenminister Ungarns und Österreichs bei Sopron symbolisch den Grenzzaun.
 
Der Abbau der Grenzanlagen zwischen Ungarn und Österreich hatte schon im Mai begonnen. Der Österreichbesuch des ungarischen Außenministers Gyula Horn war dann Anlass für einen Fototermin der besonderen Art: Horn zerschnitt am 27. Juni gemeinsam mit seinem österreichischen Amtskollegen Alois Mock einen Elektro-Zaun an der Grenze.
 
Der teilweise Abbau der Grenzanlagen und das Foto waren für Tausende von Ostdeutschen Anlass, die Koffer für die Sommerferien in Ungarn etwas anders zu packen als in anderen Jahren, nämlich mit der Absicht nicht mehr in die DDR zurückzukehren. Im August strömten 600 von ihnen bei einem Paneuropäischen Picknick über die Grenze.
 
Auch DDR-Bürger zu Besuch in anderen Ostblockstaaten wollten nicht mehr zurück und wandten sich an die Botschaften der Bundesrepublik, die innerhalb weniger Wochen zu regelrechten Flüchtlingslagern wurden.
 

Der Eiserne Vorhang

  • Zwischen Österreich und Ungarn gab es in den 1950er und 1960er Jahren, etwa 50 Meter von der Grenze entfernt, einen doppelten Stacheldrahtzaun. Dazwischen lag ein Streifen mit Landminen.
  • Später wurde das Minenfeld durch einen elektrischen Zaun (ca. 1 km von der Grenze) ersetzt.
  • Zwischen 1945 und 1950 verließen über 15 Millionen Menschen die sowjetisch besetzten Gebieten Mittel- und Osteuropas.
  • Der Eiserne Vorhang verminderte die Abwanderung aus dem Osten drastisch: zwischen 1950 und 1990 gingen nur noch 13,3 Millionen Menschen in den Westen.
Der heutige Europa-Abgeordnete József Szájer (47), Mitglied der Europäischen Volkspartei war in den 1980er Jahren in der demokratischen Opposition in Ungarn aktiv. Er lebte in Sopron und konnte als Zwanzigjähriger erstmals die Grenze Anfang der 80er Jahre überqueren.
 
„Diejenigen, die die Grenze bei Sopronpuszta vor 20 Jahren überquerten, haben Geschichte geschrieben. Das Paneuropäische Picknick erinnert uns daran, dass die Macht der Freiheit keine Grenzen kennt“, so Szájer.
 
Grenzregion wuchs zusammen
 
Die bisherige österreichische SPÖ-Abgeordnete Christa Prets (61) war von 1987 bis 1999 Bürgermeisterin im Burgenland, das an Ungarn angrenzt. Prets sagt heute, die Grenzöffnung sei „ein historischer Moment für uns alle" gewesen und habe viele Vorteile für die Grenzregion nach sich gezogen.
 
„Wenn Sie heute Dokumente über die österreichisch-ungarische Monarchie benötigen, können Sie diese im Archiv von Sopron suchen. Dies konnten Sie zuvor nicht, außer Sie standen stundenlang an. Allgemein gesprochen kommen wir wirklich zusammen: die Ungarn fahren nach Österreich zum Einkauf und auch umgekehrt“, so Christa Prets.
 
Fassungslos angesichts der Veränderung
 
Gisela Kallenbach (65) gehörte in der vergangnen Legislaturperiode der Grünen-Fraktion an. In der DDR konnte sie aufgrund ihres kirchlichen Engagements und der Verweigerung der Jugendweihe kein Abitur machen. Kallenbach erinnert sich, die Vorgänge an der österreichisch-ungarischen Grenze hätten sie und ihre Freunde „einigermaßen fassungslos" gemacht. Denn zuvor „hätte sich niemand von uns es jemals vorstellen können, dass der Eiserne Vorhang noch zu unseren Lebzeiten fallen würde und". Gleichzeitig habe sie auch befürchtet, dass nunmehr „noch mehr Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen schneller und besser einen Weg in den „gelobten Westen" finden würden.
 
Letztendlich war aber das Durchschneiden des Grenzzaunes durch die ungarische Regierung ein wesentlicher Mosaikstein für den Weg in eine freie Demokratie, in ein vereinigtes Deutschland. Daher auch ein herzlicher Dank an den Mut der damaligen Regierung in Ungarn", sagt Kallenbach.
 
 
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Blick zurück: die Öffnung der Mauer aus luxemburgischer Sicht

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Jacques Santer

Jacques Santer© Belga/PHOTOPQR/LE REPUBLICAIN LORRAIN/HECKLER Pierre

Eine westeuropäische Sicht auf den Umbruch in Mittel- und Osteuropa: Nach der Maueröffnung am 9. November '89 machten sich Tausende von DDR-Bürgern auf in Richtung Westen, einige von ihnen fuhren in ihren Trabbis sogar bis nach Luxemburg, um den Sitz von RTL zu besuchen, wie sich der damalige Premierminister und spätere Kommissionspräsident Jacques Santer in unserem Interview erinnert.
 
Herr Santer, welche persönlichen Erinnerungen verbinden Sie mit den Ereignissen im Jahr 1989?
 
Ich war damals Premierminister in Luxemburg. Wir waren von den Vorgängen in Ostdeutschland, die zum Fall der Mauer führten, überrascht und bewegt wie der Rest der Welt auch. Aber bereits zuvor gab es Ereignisse, die in diese Richtung wiesen, zum Beispiel in Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei.
 
Am Tag nach dem die Mauer geöffnet wurde, waren plötzlich viele Trabis an der deutsch-luxemburgischen Grenze und die Zöllner riefen mich an um zu fragen, was sie tun sollten, denn die Leute hatten ja kein Visum für Luxemburg.
 
Sie wollten RTL besuchen, einen Sender, der in der DDR verboten war. Ich habe entschieden, sie einreisen zu lassen, man hat ihnen dann den Sender gezeigt bevor sie wieder zurück mussten.
 
Später hatten wir sehr viele Diskussionen und auch Meinungsverschiedenheiten unter uns Christdemokraten. Ich habe als Präsident der Europäischen Volkspartei einen christdemokratischen Gipfel in Pisa organisiert, wo sich dann alle Christdemokraten um Helmut Kohl scharten und sich strategisch auf das Ziel der deutschen Einheit verständigten.
 
Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer: Wie sehen Sie aus westeuropäischer Sicht die Situation heute. War die Transformation erfolgreich?
 
Ich glaube, dass es im besten Sinne eine Erfolgsgeschichte ist. Natürlich hat es auch zu neuen Problemen geführt und es waren ganz bedeutende Anstrengungen notwendig.
 
Ich bin heute noch stolz auf zwei Entscheidungen aus meiner Zeit als Präsident der Europäischen Kommission: das ist zum einen die Einführung des Euro im Januar 1999 und zum anderen, dass wir als Kommission erstmals eine Strategie zur Erweiterung der EU entwickelt haben, die schließlich in die Erweiterungen von 2004 und 2007 mündete.
 
Ich bin froh, in dieser Weise zur Vereinigung unseres Kontinents in Frieden und Freiheit beigetragen zu haben.
 
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Pressemitteilung: Festakt mit Václav Havel: Europäisches Parlament feiert 20 Jahre Mauerfall

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Václav Havel wird an der feierlichen Sitzung des Europäischen Parlaments am 11. November teilnehmen und mit den Abgeordneten den 20. Jahrestag des demokratischen Umbruchs in Mittel- und Osteuropa feiern. Teilnehmen an den Feierlichkeiten werden auch 89 zur Zeit des Mauerfalls im November 1989 geborene Jugendliche.
 
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, die Europa teilte. Das Parlament wird dieses Ereignis feiern, das zu einem Symbol der Einheit und Freiheit wurde, ohne dabei die lange Reihe von tragischen Ereignissen - ob in Deutschland, der Tschechoslowakei, Ungarn, Polen, Rumänien oder den baltischen Staaten -, zu vergessen, die das Gesicht Europas verändert haben.

"Europa hat Jahrzehnte gebraucht, um sich vom zweiten Weltkrieg zu erholen. Es war fast 50 Jahre lang geteilt. Im Westen fanden sich Länder auf der gleichen Seite wieder, eine gemeinsame Zukunft aufbauend, auch wenn sie den Krieg in sehr unterschiedlicher Weise erlebt hatten.", sagte EP-Präsident Jerzy Buzek. "In gewisser Weise vertrete ich die Länder, die auf der anderen Seite zurückgelassen wurden. Das ist, was ich fühle, wie ich gewählt wurde und was ich heute bedeute. Aber ich repräsentiere die gesamte Europäische Union als ein Symbol unserer Gleichheit und der Tatsache, dass wir alle gemeinsam verantwortlich für die EU sind. Ich bin mir dieser enormen Verantwortung bewusst. Wir werden gemeinsam die Geschichte Europas schreiben."

Feier anlässlich des 20. Jahrestags des demokratischen Wandels in Mittel- und Osteuropa

An der feierlichen Sitzung des EP in Brüssel am Mittwoch, 11. November, werden Václav Havel, ehemaliger Präsident sowohl der Tschechoslowakei als auch der Tschechischen Republik, und Jerzy Buzek, ehemaliger polnischer Ministerpräsident, beide wichtige Akteure während des demokratischen  Umbruchs vor 20 Jahren, teilnehmen.

Dieser Zeremonie wird eine Diskussionsrunde zwischen dem EP-Präsidenten und 89 Jugendlichen vorausgehen, alle im Alter von 20 Jahren und aus allen EU-Mitgliedstaaten. Sie werden das Thema "Was Europa bedeutet für mich" diskutieren.

Darüber hinaus wird Präsident Buzek eine Fotoausstellung über die historischen Ereignisse  zu der Zeit des Wandels in Europa feierlich eröffnen.


Brüssel, Mittwoch, 11 November 2009

Programm

10.00 - 11.30 Uhr     

"Was bedeutet Europa für mich?"
Diskussion von 89 im November 1989 geborenen Jugendlichen mit Präsident Buzek und den EP-Vizepräsidenten.
(Saal A5G-3 / /Hörsaal  A5G-2)

14.30 Uhr                  

Eröffnung der Ausstellung: "1989-2009: Europa, vereinigt und frei" von Präsident Buzek in Anwesenheit
des ehemaligen tschechoslowakischen/tschechischen Präsidenten Václav Havel (Karamanlis
Passerelle)

15:00 - 16:00 Uhr     

Festakt im Plenarsaal
Rede von Präsident Buzek
Vorführung eines kurzen Videofilms über historische Ereignisse jener Zeit, hergestellt von dem
audiovisuellen Dienst des Parlaments
Rede von Václav Havel
Europa-Hymne
 
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