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Parlamentarische Anfragen
24. März 2011
E-002875/2011
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
an die Kommission
Artikel 117 der Geschäftsordnung
Franz Obermayr (NI)

 Betrifft: Eingeplante Obsoleszenz bei Verbrauchsartikeln
 Antwort(en) 

Für Hersteller genial, für Verbraucher und Umwelt katastrophal: die gewollte Obsoleszenz (Überalterung, Veralterung, Wertverlust) bei täglichen Produkten wie Glühbirnen, Nylonstrümpfen, IT-Produkten und etlichen mehr. Bei der Herstellung von Wegwerfartikeln werden in das Produkt bewusst Sollbruchstellen eingebaut oder Rohstoffe verwendet, die eine weniger gute Qualität aufweisen. Für den Käufer unsichtbar, verkürzt die gewollte Obsoleszenz die Lebensdauer des gekauften Gutes auf ein Minimum. An Nachhaltigkeit wird seitens der Hersteller umsatzbedingt nicht gedacht.

1. Weshalb werden Hersteller nicht mittels Verordnung oder Richtlinien zur detaillierten Bekanntgabe häufig auftretender Fehler ihrer Produkte angehalten?

2. Hat die Kommission die Möglichkeit und/oder die Absicht, eine weitere Verbreitung von umweltschädlichen und verbraucherfeindlichen Produkten zu unterbinden?

3. Wäre eine Lösung denkbar, bei der Werkstätten, in welchen die Produkte repariert werden, finanziell unterstützt werden?

4. Wird die Kommission eine schwarze Liste der Unternehmen erstellen, welche die Lebensdauer des erzeugten Gutes mutwillig verkürzen?

 ABl. C 309 E vom 21/10/2011
Letzte Aktualisierung: 25. März 2011Rechtlicher Hinweis