Kulturhauptstädte Europas: Erfolgsstrategien und langfristige Auswirkungen

Studie 15-11-2013

Das Programm zur Kulturstadt/Kulturhauptstadt Europas wurde 1985 eingeführt und der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ (ECoC) wurde seitdem nahezu 60 Städten in 30 Ländern verliehen. Das Programm ist für die Städte zu einer wichtigen Positionierungsplattform geworden und wirkt als Katalysator für die wirtschaftliche und kulturelle Erneuerung. Unmittelbare kulturelle, soziale und wirtschaftliche Wirkungen sind normal, doch hat die Möglichkeit schwer nachweisbare langfristige Auswirkungen in Schlüsselbereichen wie dem Imagewandel der Stadt und der Entwicklung des Tourismus festzustellen, zugenommen. Letzteres ist ein Beweis für die stärkere Verpflichtung gegenüber einer nachhaltigen Vermächtnisplanung und der noch besser definierten und an die lokalen Gegebenheiten angepassten Visionen. In diesem Bericht werden gemeinsame Konzepte und Erfolgsstrategien dokumentiert, die größten Anforderungen für Langzeitwirkungen herausgestellt und die wiederkehrenden Herausforderungen analysiert, die einer hundertprozentigen Ausschöpfung des Potenzials des Programms im Wege stehen. Zu den wichtigsten Empfehlungen gehören die Einrichtung eines standardisierten Bewertungsrahmens, die Verstärkung des Fokus auf der Vergleichsforschung und die Einrichtung eines offiziellen Wissenstransferprogramms, so dass künftige Gastgeber besser von dem in den letzten drei Jahrzehnten entwickelten reichen Erfahrungsschatz profitieren können.