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Die Solvay-Bibliothek als künftige Europa Bibliothek

26-11-2019

Das Europäische Parlament führt die ehemalige Solvay-Bibliothek wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zu, nämlich ein europäischer Kulturstandort zu sein. Mit ihrem Baustil und ihrer ursprünglichen Gestaltung prägte die von dem belgischen Industriellen Ernest Solvay gegründete Bibliothek des Instituts für Soziologie in Brüssel ihre Zeit. Die 1902 errichtete Bibliothek war als Labor für sozialwissenschaftliche Arbeit und Forschung gedacht, und sie wurde aufgrund ihres bahnbrechenden Systems für die ...

Das Europäische Parlament führt die ehemalige Solvay-Bibliothek wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zu, nämlich ein europäischer Kulturstandort zu sein. Mit ihrem Baustil und ihrer ursprünglichen Gestaltung prägte die von dem belgischen Industriellen Ernest Solvay gegründete Bibliothek des Instituts für Soziologie in Brüssel ihre Zeit. Die 1902 errichtete Bibliothek war als Labor für sozialwissenschaftliche Arbeit und Forschung gedacht, und sie wurde aufgrund ihres bahnbrechenden Systems für die Klassifizierung von Büchern und Zeitschriften rasch zum Mittelpunkt eines internationalen Dokumentationsverbunds. Dank einer Vereinbarung zwischen dem Europäischen Parlament und den belgischen Behörden wird das denkmalgeschützte und originalgetreu restaurierte Bibliotheksgebäude nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kann so wieder seinem ursprünglichen Zweck dienen.

Das Jean-Monnet-Haus: ein Ort des Erinnerns für Europa

23-09-2019

Getreu dem Willen von Jean Monnet und seiner engsten Mitarbeiter, die sein Wohnhaus in einen Ort der Begegnung für junge Menschen umgewandelt sehen wollten, hat das Europäische Parlament diesen Besuchern offenstehenden Ort des Erinnerns zu einem idealen Ort umgestaltet, an dem man sich über die Arbeitsweise der Europäischen Union informieren und das Umfeld entdecken kann, in dem einer der Architekten des heutigen Europas gelebt und gearbeitet hat. An diesem Ort sind zahlreiche für die Zukunft Frankreichs ...

Getreu dem Willen von Jean Monnet und seiner engsten Mitarbeiter, die sein Wohnhaus in einen Ort der Begegnung für junge Menschen umgewandelt sehen wollten, hat das Europäische Parlament diesen Besuchern offenstehenden Ort des Erinnerns zu einem idealen Ort umgestaltet, an dem man sich über die Arbeitsweise der Europäischen Union informieren und das Umfeld entdecken kann, in dem einer der Architekten des heutigen Europas gelebt und gearbeitet hat. An diesem Ort sind zahlreiche für die Zukunft Frankreichs und Europas grundlegende Projekte herangereift. In der Nähe von Paris und doch geschützt vor der Hektik der französischen Hauptstadt konnte Jean Monnet dort seine Vision des Friedens und der europäischen Einheit weiterentwickeln. Das Europäische Parlament hat dieses Haus 1982 gekauft. Das Jean-Monnet-Haus wird heute direkt vom Haus der Europäischen Geschichte verwaltet und veranschaulicht mit einer Multimedia-Dauerausstellung sowohl den privaten Bereich Monnets als auch seinen Werdegang und seine Ziele. Das Jean-Monnet-Haus trägt seit 2013 die französische Auszeichnung „Maison des Illustres“ (Haus einer berühmten Persönlichkeit) und gehört außerdem dem Netz der politischen Einrichtungen und Stiftungen großer europäischer Persönlichkeiten an, das vom Europäischen Parlament angeregt wurde. Mit der Organisation neuer Aktivitäten und der Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen in Houjarray verleiht das Parlament dem Jean-Monnet-Haus nunmehr eine neue Dynamik, damit das Schaffen Monnets besser bekannt wird und seine Werte des Friedens und der Solidarität in der Öffentlichkeit vermittelt werden.

Robert Schuman

09-05-2019

Vor sechzig Jahren wurde Robert Schuman zum Präsidenten der Europäischen Parlamentarischen Versammlung, der Vorgängerin des Europäisches Parlaments, gewählt. Der französische Politiker, der ein besonderes Gespür für die Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland hatte, gilt als einer der „Gründungsväter“ der heutigen Europäischen Union. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte er die Gründung des Europarats und half bei der Verwirklichung vieler anderer europäischer Projekte. Mit seiner Erklärung ...

Vor sechzig Jahren wurde Robert Schuman zum Präsidenten der Europäischen Parlamentarischen Versammlung, der Vorgängerin des Europäisches Parlaments, gewählt. Der französische Politiker, der ein besonderes Gespür für die Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland hatte, gilt als einer der „Gründungsväter“ der heutigen Europäischen Union. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte er die Gründung des Europarats und half bei der Verwirklichung vieler anderer europäischer Projekte. Mit seiner Erklärung vom 9. Mai 1950, die als Gründungsakt des europäischen Integrationsprozesses angesehen wird, übernahm Robert Schuman die politische Verantwortung für einen gemeinsamen Markt für Kohle und Stahl, aus dem später die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hervorging. In der Erklärung hob er die Rolle Frankreichs beim Aufbau eines starken, wohlhabenden und friedlichen Europas hervor, der von Frankreich und Deutschland ausgehen sollte. Schuman beschränkte sich in der Erklärung nicht darauf, nur Ziele aufzuzählen, sondern legte auch die Grundlagen dar, auf deren Basis die Verhandlungen stattfinden sollten. Robert Schuman wurde später zum Präsidenten der Europäischen Parlamentarischen Versammlung gewählt und hatte dieses Amt von 1958 bis 1960 inne. Diese Institution war das politische Organ par excellence der Gemeinschaften. Sie war ein demokratisches Organ, das die Völker Europas vertrat, mit der Kontrolle der Exekutive beauftragt und das einende Element der drei Gemeinschaften. Stark von christlichen Werten beeinflusst, setzte sich Robert Schuman für den schrittweisen Aufbau eines starken und vereinten Europas und die Begründung einer institutionalisierten Solidarität zwischen den Ländern Europas ein. Robert Schumans Erbe prägt bis heute die Europäische Union.

Das Eastman-Gebäude: ein Juwel des Brüsseler Kulturerbes für das Haus der Europäischen Geschichte

28-04-2017

Das Eastman-Gebäude, das sich im Herzen des Léopold-Viertels und in der Nähe der europäischen Institutionen befindet, beherbergt das Haus der Europäischen Geschichte, das im Jahr 2017 seine Türen öffnen wird. Die Wahl und Renovierung dieser ehemaligen Zahnklinik ermöglicht es, die Geschichte dieses Gebäudes, das zum Kulturerbe Brüssels und Europas zählt, zur Geltung zu bringen. Die von George Eastman, dem Begründer der Firma Kodak, gegründete Zahnklinik wurde im Jahr 1935 im Léopold-Park erbaut, ...

Das Eastman-Gebäude, das sich im Herzen des Léopold-Viertels und in der Nähe der europäischen Institutionen befindet, beherbergt das Haus der Europäischen Geschichte, das im Jahr 2017 seine Türen öffnen wird. Die Wahl und Renovierung dieser ehemaligen Zahnklinik ermöglicht es, die Geschichte dieses Gebäudes, das zum Kulturerbe Brüssels und Europas zählt, zur Geltung zu bringen. Die von George Eastman, dem Begründer der Firma Kodak, gegründete Zahnklinik wurde im Jahr 1935 im Léopold-Park erbaut, der seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Ort der Wissenschaft und der Erholung ist. Das Europäische Parlament mietete das Gebäude, das einst als öffentliche Klinik, dann als Unterrichtsort und später als Pflegeheim genutzt wurde, ab dem Jahr 1985 an, um darin Verwaltungsstellen, eine Druckerei und eine Kindertagesstätte unterzubringen. Im Laufe der Jahre haben das Gebäude darüber hinaus auch andere europäische Einrichtungen, wie etwa der Europäische Bürgerbeauftragte oder der Europäische Rechnungshof, kurzzeitig genutzt. Im Jahr 2009 entschied das Europäische Parlament, darin nach einer ehrgeizigen Renovierung und Erweiterung das Haus der Europäischen Geschichte unterzubringen. Dessen Mission ist es, die Geschichte Europas der vergangenen zwei Jahrhunderte anhand einer Museografie in einem entschieden modernen Stil zu präsentieren. Auf diese Weise nimmt das Eastman-Gebäude auch weiterhin seine Aufgabe als pädagogische und offene Einrichtung war.