Klimawandel in Europa: Zahlen und Fakten
Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Fakten und Statistiken zum Klimawandel in Europa: regionale Auswirkungen, die größten Emittenten, die Reduzierung von Treibhausgasen und mehr.
Inhaltsverzeichnis
- CO₂ ist nicht das einzige Treibhausgas, das globale Erwärmung verursacht
- Die größten Treibhausgasemittenten der EU: Länder und Sektoren
- Entwicklung der Treibhausgasemissionen der EU seit 1990
- Die Auswirkungen des Klimawandels auf Europa
- Verkehrsemissionen in der EU: Fakten und Zahlen
- Zeitleiste der UN-Klimaverhandlungen
- Mehr zum Thema Umwelt und Klima
Der Klimawandel ist ein globales Problem. Doch welche Auswirkungen ergeben sich für Europa? Wir erklären Ursachen, Folgen und Entwicklung des Klimawandels.
CO₂ ist nicht das einzige Treibhausgas, das globale Erwärmung verursacht
Das bekannteste Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO₂). Es macht fast 80 Prozent des Volumens aller Treibhausgase aus.
Andere Treibhausgase sind in geringerer Menge in der Atmosphäre vorhanden, können aber eine größere Erwärmungswirkung haben. So entfielen beispielsweise zwölf Prozent der Treibhausgasemissionen der EU im Jahr 2021 auf Methan.
Einige Treibhausgase kommen natürlich in der Atmosphäre vor, aber menschliche Aktivitäten tragen zu ihrer Anreicherung bei. Andere werden vom Menschen erzeugt, wie zum Beispiel fluorierte Gase, die in der Industrie verwendet werden. Ihr Erderwärmungspotenzial ist oft mehrere tausend Mal höher als das von CO₂.
Die größten Treibhausgasemittenten der EU: Länder und Sektoren
Die EU war 2023 der viertgrößte Treibhausgasemittent, nach China, den Vereinigten Staaten und Indien. Der Anteil der EU an den weltweiten Treibhausgasemissionen fiel von 15,2 Prozent im Jahr 1990 auf 6,0 Prozent im Jahr 2023.
Die fünf größten Emittenten der EU waren 2023 Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien. Der Energieversorgungssektor war im Jahr 2023 für 27,4 Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich, gefolgt vom Binnenverkehr (23,8 Prozent) und der Industrie (20,3 Prozent).
Entwicklung der Treibhausgasemissionen der EU seit 1990
Im Jahr 2021 legte die EU das Ziel der Klimaneutralität als rechtsverbindlich fest. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2050 in der EU Netto-Null-Emissionen verwirklicht werden müssen. Als Zwischenziel wurde eine Emissionsminderung von 55 Prozent bis 2030 festgelegt.
Die Emissionen sind von 1990 bis 2023 kontinuierlich zurückgegangen. Schätzungen zufolge waren die EU-Emissionen im Jahr 2023 um 37 Prozent niedriger als 1990, nach einem deutlichen Rückgang um acht Prozent im Vergleich zu 2022.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf Europa
Der Klimawandel wirkt sich in Europa bereits in unterschiedlicher Form aus, je nach Region. Er kann zum Beispiel zum Verlust der biologischen Vielfalt, zu Waldbränden, sinkenden Ernteerträgen und höheren Temperaturen führen. Er kann auch die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen. So können Menschen beispielsweise an den Folgen von Hitzewellen sterben.
Verkehrsemissionen in der EU: Fakten und Zahlen
Der Verkehr ist der einzige Bereich, in dem die Emissionen immer noch höher sind als im Jahr 1990. Der Verkehr ist für fast 30 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen der EU verantwortlich, wovon 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen.
CO₂-Emissionen von Kraftfahrzeugen
Pkw und Lieferwagen verursachen etwa 15 Prozent der CO₂-Emissionen in der EU. Mit durchschnittlich 1,7 Personen pro Auto in Europa sind andere Verkehrsträger, wie zum Beispiel Busse, derzeit eine sauberere Alternative. Moderne Autos könnten jedoch zu den saubersten Verkehrsmitteln gehören, wenn sie gemeinsam genutzt und nicht allein gefahren werden.
Emissionen von Flugzeugen und Schiffen
Der internationale Luft- und Schiffsverkehr macht jeweils weniger als 3,5 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der EU aus, ist aber die am schnellsten wachsende Emissionsquelle. Prognosen zufolge werden die Emissionen von Flugzeugen im Jahr 2050 bis zu zehnmal höher sein als 1990, während die Emissionen von Schiffen um bis zu 50 Prozent steigen könnten.
Zeitleiste der UN-Klimaverhandlungen
Die EU ist ein wichtiger Akteur bei den UN-Klimaverhandlungen und hat das Übereinkommen von Paris unterzeichnet. Alle EU-Mitgliedstaaten sind ebenfalls Unterzeichner, aber sie koordinieren ihre Positionen und legen gemeinsame Emissionsreduktionsziele auf EU-Ebene fest.